Die Gaslaterne

Ich schlend’re durch die Straße,
Werde gefangen vom Licht der alten Gaslaterne.
Ihre warme Seele flackert
Und sie erinnert mich an mein Leben.

Es ist nicht hell wie das Sonnenlicht
Und beleuchtet nicht das Weite,
Ihr Schein strahlt schwach,
Gibt nur dem Nahen seine Wärme.

Es treibt mich durch die Welt,
In der kein Licht so lebendig scheint
Wie dieses wohltuende Leuchten,
Strebend zwischen Leben und Sterben.

Ein Requisit aus alten Zeiten,
So scheint mein Leben, wie das Licht,
Zu strahlend, um nicht aufzufallen,
Zu schwach, um Großes zu bewegen.

© Erich Romberg, Oktober 1999